20 Jahre Google Maps – 15 Jahre touvia.MAPS

Die Anfänge

Alles begann 2003 in Sydney, Australien, als die Brüder Lars und Jens Eilstrup Rasmussen zusammen mit Noel Gordon und Stephen Ma die Firma Where 2 Technologies gründeten. Ihr Ziel: eine interaktive Karte zu entwickeln, die benutzerfreundlicher und schneller war als die damaligen Angebote. Google erkannte das Potenzial und übernahm das Start-up im Oktober 2004. Bereits am 8. Februar 2005 wurde Google Maps der Öffentlichkeit vorgestellt.

Meilensteine der Entwicklung

  • 2005: Start der Desktop-Version von Google Maps.
  • 2007: Einführung von Street View, das es Nutzern ermöglicht, Städte aus der Straßenperspektive zu erkunden.
  • 2009: Integration der Turn-by-Turn-Navigation, wodurch Google Maps zu einem vollwertigen Navigationssystem wurde.
  • 2013: Einführung von Echtzeit-Verkehrsinformationen und alternativen Routenempfehlungen.
  • 2015: Offline-Nutzung wird ermöglicht, sodass Karten auch ohne Internetverbindung zugänglich sind.
  • 2019: Einführung des Augmented-Reality-Modus „Live View“ für eine noch intuitivere Navigation.

Google Maps heute

Heute ist Google Maps aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit über 2 Milliarden monatlichen Nutzern weltweit hilft es uns, neue Orte zu entdecken, Restaurants zu finden oder einfach den schnellsten Weg ans Ziel zu ermitteln. Dank kontinuierlicher Updates und innovativer Funktionen bleibt der Dienst stets am Puls der Zeit.

touvia.MAPS und Google Maps

Als wir 1997 aus einem Landschaftsarchitekturbüro heraus unser Unternehmen gründeten, ging es erstmal um 3D-Visualisierungen für Hochbau und Landschaftsplanung. Das Internet war damals noch echtes „Neuland“, aber uns war schnell klar: Die großen Pläne, die bisher aus Plottern und Druckern kamen, werden früher oder später im Netz landen.

2003 starteten wir mit zoombaren Bebauungsplänen inklusive klickbarer Detailinfos – und daraus entwickelte sich rasch der erste digitale Stadtplan für Kempten im Allgäu. Damals noch als vianovis IMS (Internet Mapping System), umgesetzt mit Adobe Flash und Zoomify – zwei Jahre bevor Google Maps überhaupt auf den Markt kam!

Seit 2012 setzen wir in unserem Hauptprodukt touvia.MAPS auf Google-Dienste. Mit Street View, Schrägluftbildern, deutschlandweiten Luftbildern und neuerdings den 3D-Foto-Tiles bieten wir unseren Kunden einen echten Mehrwert.

Google Maps Schrägluftbild, Streetview und 3D-Modell am Beispiel des Stadtplans
der Stadt Ingostadt (https://stadtplan.ingolstadt.de)

»Geostadtplan in Würzburg« Beitrag im Radio Bayern 2

Ein Beitrag im bayerischen Radio BR2 vom 31.01.2025

Hier können Sie den Beitrag nachhören:
Bayern 2 am Samstagvormittag vom 31.01.2025 – BR Radio

Moderation Kerstin Grundmann: Mit einem Blick wissen, wo der nächste freie Parkplatz ist, eine Ladesäule für E-Bikes, ein Trinkwasserbrunnen, eine Toilette oder auch ein Spielplatz. Das geht. Und zwar mit dem Geostadtplan. Städte wie München, Augsburg, Fürth und auch Würzburg haben so einen Stadtplan längst aufgelegt. Hilfreich für Zugezogene, aber auch die, die schon länger dort wohnen. Denn der Geostadtplan bietet alle – nicht unbedingt alle – aber viele Informationen, die für unseren Alltag hilfreich sind. Angeschaut hat sich meine Kollegin Stefanie Stockinger-von Lackum die Würzburger Version und sie hat auch mit einer Userin – einer Nutzerin – gesprochen.

Stefanie Stockinger-von Lackum (BR2): Zweimal die Woche pendelt Julia mit dem Auto beruflich nach Würzburg. Um im Berufsverkehr nicht noch von einer Baustelle überrascht zu werden, informiert sie sich von zu Hause aus über die Baustellen in Würzburg. Ganz einfach im Internet unter geostadtplan.wuerzburg.de.

Julia: »Und dann gehe ich auf der rechten Seite im Themengebiet auf das Thema ‚Bauen & Planen‘ und wählt die Baustellen aus. Und dann habe ich direkt eine Übersicht von Würzburg, wo Baustellen aktuell sind und ach, da ist sogar eine Baustelle bei mir. Wenn ich die dann auswähle, dann sehe ich ganz genau, seit wann die Baustelle ist, wie lang die Baustelle noch geht und beispielsweise jetzt bei mir steht, dass auch eine Umleitung ausgeschildert ist. So weiß ich ja auch, vielleicht ein paar Minuten früher losfahren.«

Geostadtplan Würzburg - Baustellen
Baustellen im Geostadtplan Würzburg

Stefanie Stockinger-von Lackum: Den Alltag erleichtern. Genau das ist die Idee des Geostadtplans Würzburg. Egal ob für einheimische Touristen, Autofahrer, Radfahrer oder auch Fußgänger, für alle ist etwas dabei, weiß Annett Heusinger. Sie ist als Fachabteilungsleiterin für Geodaten und Vermessung bei der Stadt Würzburg für den Geostadtplan zuständig.

Annett Heusinger (Stadt Würzburg): »Für uns geht es halt um viele Themen, so wie die Bebauungspläne, die eh veröffentlicht werden, die wir da im Geostadtplan abbilden oder wie Still- und Wickelmöglichkeiten in der Stadt, Defibrillatoren-Standorte. Wo habe ich Hundefreilaufflächen? Auch so Sachen zum Beispiel wie es die Parkhausbelegung in der Innenstadt. Also das aktualisiert sich minütlich im Geostadtplan. Sie können praktisch jede Minute gucken. Wenn ich in die Stadt fahre, gibt es einen freien Parkplatz und wenn ja, wo und in welchem Parkhaus?«

Geostadtplan Würzburg - Parkhausbelegung
Aktuelle Parkhausbelegung

 Stefanie Stockinger-von Lackum: Neben den minütlichen Aktualisierungen wie eben für die Parkplätze bietet der Geostadtplan auch die Möglichkeit, zu bestimmten Anlässen ganz gezielt zu informieren.

Annett Heusinger: »Aktuelles Thema, die Wahlen. Wir haben jetzt alle Wahllokale drin. Dass die Leute sich im Prinzip auch angucken können, wo liegt denn mein Wahllokal, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung bekommen habe? Also wir können schon sehr schnell und ad hoc auch auf bestimmte Themen, die als Wunsch aus der Stadtverwaltung kommen, reagieren.«

Stefanie Stockinger-von Lackum: Und in der Stadtverwaltung arbeiten alle mit. Egal ob das Sozial-, Schul-, Umwelt- oder auch Baureferat. Deshalb ist der Geostadtplan Würzburg auch so vielfältig. Eine Übersicht über Bebauungspläne, Kindertagesstätten, Kliniken, Bildungseinrichtungen oder auch Alten- und Pflegeheime ist mit wenigen Mausklicks sofort zu finden. Kein Wunder also, dass der Geostadtplan gut genutzt wird.

Annett Heusinger: »Wir haben zum Beispiel monatlich im Durchschnitt 2024 um die 8500 Besucher gehabt auf dem Geostadtplan. Von daher würde ich schon sagen, also wenn die 8500 Leute im Monat sich ihre Informationen woanders beschaffen müssten, dann hätten entweder viele Sachbearbeiter bei der Stadt viel mehr Arbeit oder diejenigen würden die Informationen einfach nicht so ohne Probleme finden.«

Stefanie Stockinger-von Lackum: Trotz der Vielzahl an Informationen gibt es ein paar Themen, die Nutzer des Geostadtplans besonders interessieren. Das kann Annett Heusinger ganz leicht an den Klickzahlen erkennen.

Annett Heusinger: »Das ist immer das Thema Bebauungspläne. Es ist immer das Thema Baustellen in der Stadt. Schwerbehindertenparkplätze ist eines der meistgesuchten Themen, Wanderwege und Bewohnerparkzonen.«

Stefanie Stockinger-von Lackum: Neben den Dauerbrennerthemen gibt es aber auch einige, die je nach Jahreszeit besonders gern geklickt werden.

Annett Heusinger: »Wir haben zum Beispiel im Spätsommer immer einen riesen Run auf diese Streuobstwiesen. Da klicken immer ganz viele Leute, weil das Gartenamt hat auch Bilder verlinkt, was man pflücken kann und was zu beachten ist. Das Thema erlebt immer im August, September einen großen Run.«

Geostadtplan Würzburg - Streuobstwiesen
Streuobstwiesen im Geostadtplan Würzburg

Stefanie Stockinger-von Lackum: Seit vier Jahren ist der Geo Stadtplan Würzburg nun online. Damals waren vor allem Bebauungspläne und Baustellen zu finden. Seitdem wird der Plan immer weiter ergänzt mit Informationen, die datenschutzrechtlich erlaubt sind. Annett Heusinger und ihrem Team gehen die Ideen und Themen dafür nicht aus.

Annett Heusinger: »Wir werden die Gefahrenkarte Starkregen anbinden. Wir werden die Standorte der Bücherschränke in Würzburg einbinden und barrierefreien Tourismus zusammen mit der Tourismusabteilung. Das haben wir jetzt für dieses Jahr auf der Agenda.«

Quelle: Bayern 2 am Samstagvormittag vom 31.01.2025 – BR Radio

Der Geostadtplan Würzburg: https://geostadtplan.wuerzburg.de/

Ein weiterer Artikel hier: Geostadtplan Stadt Würzburg

touvia.MAPS ist viel mehr als nur ein weiterer GIS-Viewer

So bringen wir Ihre Daten online

Viele Städte, Gemeinden oder Tourismusregionen stehen vor derselben Herausforderung: Die Daten, die auf einer Karte angezeigt werden sollen, sind in Fachanwendungen oder dem kommunalen internen GIS vorhanden – aber wie bringt man sie benutzerfreundlich und ohne eigene Server-Infrastruktur online?

Genau hier kommt unser touvia.MAPS mit dem ganzen Ökosystem außen herum ins Spiel: Unsere Lösung bietet nicht nur einen modernen, responsiven Web-GIS-Viewer, sondern auch die komplette Geodaten-Infrastruktur – inkl. Hosting, Datenimport-Schnittstellen, OGC-Diensten und einfacher Pflege. Über 200 kommunale Kunden deutschlandweit vertrauen auf unsere Lösungen und unsere Kompetenz.

Beispiel Bauleitplanung

Sie pflegen in Ihrem internen GIS die Geltungsbereiche als Polygone inkl. der Sachdaten? In den Sachdaten haben Sie zusätzlich die Verknüpfungen zu den Plänen, Begründungen und Satzungen angelegt, die auf interne PDF-Dokumente verweisen? Wie bekommen Sie das alles nun ins Web? Mit touvia.MAPS ganz einfach! Exportieren Sie zum Beispiel ein GeoPackage oder eine SHP-Datei aus Ihrem GIS. Diese Datei laden Sie über das touvia.geoCMS auf unseren Server, zusätzlich mit den ganzen pdf-Dokumenten, Medien wie Bildern, etc. Im Anschuss erstellen Sie eine Verknüpfung mit einer Kategorie und das war es eigentlich schon. Ihre Bebauungspläne sind online! Inklusive aller verknüften Dokumente 🙂 Die weitere Aktualisierung ist damit ebenso einfach. Dateien ersetzen und fertig.

touvia.MAPS ist viel mehr als nur ein weiterer GIS-Viewer: Landkreis Vechta Luftbild mit Bauleitplanung
Beispiel Bauleitplanung im Lkr. Vechta, Datengrundlage QGIS GeoPackage (gpkg)

Beispiel Sozialdaten nur mit Adressen

Sie haben eine Fachanwendung in der Sie alle Sozialdaten pflegen, wie zum Beispiel Kindergärten, Jugendeinrichtungen oder Seniorenwohnheime? Ihre Daten haben vollständige Adressen? Exportieren Sie einfach eine Excel- oder CSV-Datei aus Ihrer Anwendung. Mit unserer touvia.FME mit integriertem GeoCoder suchen wir zur Adresse automatisch eine Koordinate. Mehr ist nicht nötig um daraus POIs für die Karte zu erstellen.

touvia.MAPS ist viel mehr als nur ein weiterer GIS-Viewer: Stadt Ingolstadt Karte Sozialdaten
Beispiel Sozialdaten der Stadt Ingolstadt, Datengrundlage CSV-Dateien

OGC-Standards? Kein Problem!

touvia.MAPS unterstützt alle web-relevanten OGC-Standards.

  • WMS (Web Map Service) – klassische Kartendarstellung
  • WMTS (Tile-Dienste) – schnelle Kartenkacheln
  • WFS – interaktive Vektordaten
  • OGC API Features, Vector Tiles, 3D Tiles
  • GeoJSON, GML, KML u.v.m. für Import/Export

Auch Daten in Formaten wie SHP, Excel, CSV oder JSON sind kein Problem – wir importieren sie über unsere touvia.FME (Feature Manipulation Engine) in unsere touvia.DB – homogenisiert und vollautomatisch. Alle Daten können Sie bei Bedarf in verschiedenen Formaten auch wieder aus unserer touvia.DB exportieren.

Inhalte einfach selbst pflegen

Mit touvia.MAPS bekommen Sie auch automatisch unser Redaktionssystem touvia.geoCMS. Damit können Sie Ihre Kartenthemen und Datenanbindungen ganz einfach selbst pflegen – ohne Spezialwissen:

  • Layer & Dienste verwalten
  • Objekte und POIs erfassen
  • Texte, Bilder, Videos & Audio einbinden
  • GPX-Tracks importieren
  • Sichtbarkeiten und Prioritäten steuern

Und natürlich ist alles mandantenfähig, responsiv und DSGVO-konform – gehostet in Deutschland.

Redaktionssystem touvia.geoCMS Screenshot
Unser touvia.geoCMS, in touvia.MAPS kostenfrei enthalten

Der Unterschied zum Masterportal / MapBender oder ähnlichen WebGIS-Lösungen

Das Masterportal ist ein starker Open-Source GIS-Viewer – aber: Es braucht eine eigene Infrastruktur. Die Karten und Daten müssen über bestehende Dienste wie WMS oder WFS eingebunden werden. Genau daran scheitert es oft: Einrichtung, Hosting, Datenintegration – das alles kostet Zeit, Geld und Know-how.

Die MapBender-Lösung ist touvia.MAPS sehr ähnlich, aber auch hier ist eine eigene Server-Infrastruktur und einiges an Know-how gefragt, um diese Lösung zu betreiben.

Mit touvia.MAPS lösen wir diese Anforderungen. Wir liefern nicht nur den Viewer, sondern auch die komplette Infrastruktur rundherum und mit unsere 30-jährige Erfahrung in der Verarbeitung von Geodaten haben wir noch jedes Problem gelöst.

Ihre Daten werden bei uns aufbereitet, gehostet und nächtlich automatisch aktualisiert – ganz ohne Zusatzaufwand und -kosten für Sie. Vieles können Sie auch selbst in unserem Redaktionssystem touvia.geoCMS pflegen und verwalten.