Die Digitalisierung der Bauleitplanung und die Integration von XPlanung in kommunale Geoportale beschäftigen Kommunen, Planungsbüros und Anbieter von Geoinformationssystemen bereits seit vielen Jahren. Mit XPlanung steht dafür ein bundesweit einheitlicher Datenstandard zur Verfügung, der Planwerke strukturiert und systemübergreifend nutzbar machen soll.
Vom langfristigen Standard zur praktischen Anwendung
Die Grundlagen von XPlanung reichen bis in die 2000er-Jahre zurück. Bereits 2007 wurde ein Modellprojekt zur standardisierten digitalen Abbildung von Bauleitplänen abgeschlossen. Ein wichtiger Meilenstein folgte 2017: Der IT-Planungsrat beschloss die verbindliche Anwendung von XPlanung für entsprechende IT-Verfahren im Bereich Planen und Bauen. Für bestehende Verfahren galt eine mehrjährige Übergangsfrist.
XPlanung ist daher kein neues Thema. Neu ist vielmehr, dass der Standard inzwischen in immer mehr Bundesländern in konkrete Plattformen, Verwaltungsabläufe und Veröffentlichungslösungen überführt wird. Damit rückt zunehmend die praktische Frage in den Mittelpunkt, wie Kommunen, Planungsbüros und bestehende Geoportale mit den standardisierten Daten arbeiten können.
Die Umsetzung unterscheidet sich dabei von Bundesland zu Bundesland. Teilweise entstehen zentrale Landesplattformen, teilweise werden kommunale oder regionale Infrastrukturen angebunden. In Bayern wird die Einführung derzeit beispielsweise mit der Plattform DiPlanung konkret vorangetrieben. Bereits erfasste Bauleitpläne sollen möglichst in die neue Plattform übernommen und künftig im Standard XPlanung bereitgestellt werden.
Welche Fragen ergeben sich für bestehende Geoportale?
Mit der zunehmenden Verbreitung von XPlanung stellen sich für Städte, Gemeinden und Landkreise verschiedene praktische Fragen:
Wie können vorhandene Stadtpläne und Geoportale auf die veröffentlichten XPlan-Daten zugreifen? Welche Schnittstellen und Downloadmöglichkeiten bieten die jeweiligen Plattformen? Wie werden Planzeichnungen, Satzungen, Begründungen und weitere Dokumente eingebunden? Und wie lässt sich eine doppelte Datenpflege vermeiden?
Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns bei der vianovis GmbH schon seit Längerem. Aktuell beobachten wir insbesondere, welche technischen Zugriffsmöglichkeiten und Schnittstellen die unterschiedlichen Landesplattformen bereitstellen und wie diese für kommunale Anwendungen genutzt werden können.
Unser Ziel: vorhandene Anwendungen sinnvoll weiterführen
Unser Ziel ist es, unseren Kunden auch weiterhin eine komfortable und übersichtliche Darstellung ihrer Bauleitpläne innerhalb von touvia.MAPS, kommunalen Stadtplänen, Geoportalen und Internetseiten anzubieten.
Dabei soll XPlanung nicht zu einer zusätzlichen Datenpflege führen. Idealerweise können die an zentraler Stelle gepflegten Planwerke künftig automatisiert übernommen oder direkt angebunden werden. So könnten Kommunen ihre gesetzlichen und organisatorischen Anforderungen erfüllen und gleichzeitig ihre bestehenden Kartenanwendungen als vertrauten Zugang für Bürgerinnen, Bürger und Verwaltungsmitarbeitende weiter nutzen.
Wir verfolgen deshalb sowohl die bundesweite Weiterentwicklung des Standards als auch die konkrete Umsetzung in den einzelnen Bundesländern. Sobald geeignete Schnittstellen und verlässliche Möglichkeiten zur Datenübernahme verfügbar sind, werden wir unsere Kunden über mögliche Anbindungen und Erweiterungen unserer Lösungen informieren.
Sie nutzen bereits eine Bauleitplananwendung von vianovis?
Derzeit besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Wir behalten die Entwicklungen rund um XPlanung und die digitalen Planungsplattformen im Blick und kümmern uns frühzeitig darum, wie sich die neuen Strukturen sinnvoll in bestehende Lösungen integrieren lassen.
Bei Fragen zu dem Thema melden Sie sich gerne!
