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touvia.geoSTACK

touvia.geoSTACK - die gehostete Geodateninfrastruktur

Die Ergänzung zu touvia.MAPS und zum touvia.MASTERPORTAL, oder auch eigenständig nutzbar. Stellen Sie die Geodaten aus Ihrem internen GIS als OGC-Dienste bereit; den Serverbetrieb mit Updates, Wartung, Backups, etc. übernehmen wir.

 

Die Ausgangslage

Viele Verwaltungen betreiben ein internes GIS. Bauleitplanung, Wärmeplanung, Liegenschaften, Leitungsnetze, Grünflächen: die Daten sind da und werden gepflegt. Was fehlt, ist der Weg nach außen.

Denn damit eine Fachkarte in einem Portal, in einer Fachanwendung oder im Geoportal des Landes erscheinen kann, muss sie als Dienst bereitstehen. Dafür braucht es einen Server, der dauerhaft läuft, dazu Zertifikate, Backups, Sicherheitsupdates und Monitoring. Diese Kapazität haben die wenigsten Häuser nebenbei. Das Ergebnis: Die eigenen Daten bleiben im internen System liegen, obwohl sie eigentlich längst öffentlich sein könnten.

Der Aufbau

touvia.geoSTACK ist Ihre eigene Geodaten-Infrastruktur, vollständig von uns betrieben. Sie laden Ihre Daten hoch, wir kümmern uns um alles darunter.

Was Sie tun Was passiert
Datei hochladen Ihre Daten werden automatisch in Ihre Datenbank übernommen und in das amtliche Koordinatensystem umgerechnet
Layer freigeben Aus Ihren Daten wird ein OGC-konformer Dienst
Layer verwenden Der Layer erscheint in Ihrem Portal, in QGIS, in Ihrer Fachanwendung

Unterstützt werden:

Vektordaten: GeoJSON, GeoPackage, Shapefile, GML, KML und Esri File-Geodatabase

Rasterdaten:
GeoTIFF, JPEG 2000, Erdas IMAGINE, ASCII-Grid, XYZ und BIL sowie JPEG und PNG mit World-File

Dokumente: PDF, Office- und OpenDocument-Dateien

Formate, die aus mehreren Dateien bestehen wie Shapefile, File-Geodatabase, ein gescannter Plan mit World-File und .prj, werden als ZIP hochgeladen. Ein Archiv darf mehrere Ebenen enthalten. Alles Übrige geht als Einzeldatei.

Eine Umwandlung von Hand ist nicht nötig, ebenso wenig GIS-Fachwissen. Wer eine Datei in einen Ordner ziehen kann, kann touvia.geoSTACK grundsätzlich bedienen. Die Dienste basieren auf offenen OGC-Standards (WMS, WFS, WMTS, WCS). Ihre Daten bleiben damit portabel und sind unabhängig von uns nutzbar.

Zusätzlich zu den Diensten: Aufbereitete Rasterdaten liegen unter einer festen HTTPS-Adresse als Cloud Optimized GeoTIFF. QGIS und MapLibre lesen sie über Bereichsabfragen direkt und laden dabei nur den sichtbaren Ausschnitt – auch bei mehreren Gigabyte, ohne Kartenserver dazwischen (COG).

Dokumente gehören dazu

Zu vielen Fachdaten gehören Unterlagen: die Satzung zum Bebauungsplan, die Begründung, die Planzeichnung. Bisher liegen diese Dateien meist auf einem Netzlaufwerk, und in den Sachdaten steht nur ein Dateiname.

Legen Sie die Dokumente einfach mit ab. touvia.geoSTACK verknüpft sie selbstständig mit den passenden Objekten, sodass sie direkt aus der Karte heraus anklickbar sind. Das gilt nicht nur in Ihrem Portal, sondern ebenso in QGIS und in fremden Kartenanwendungen. Verlinkungen müssen Sie dafür nicht pflegen.

Reichen Sie ein Dokument später nach, erscheint der Link von selbst. Fehlt zu einem Verweis noch eine Datei, sehen Sie das auf Ihrer Übersichtsseite. Aus „irgendwo liegen PDFs“ wird damit ein prüfbarer Stand.

Sie entscheiden, was veröffentlicht wird

Ein Upload stellt nichts öffentlich. Hochgeladene Daten landen zunächst nur in Ihrer Datenbank, sichtbar allein für Sie. Erst wenn Sie eine Ebene ausdrücklich freigeben, entsteht daraus ein abrufbarer Dienst.

So können Sie in Ruhe prüfen, korrigieren und vorbereiten, und Sie behalten die Kontrolle darüber, welche Bestände nach außen gehen und welche intern bleiben.

Was gehört wohin

Wenn Sie bereits touvia.MAPS oder das touvia.MASTERPORTAL einsetzen, stellt sich die Frage, welche Daten künftig wo gepflegt werden. Die Antwort ist einfach:

touvia.geoCMS touvia.geoSTACK
Einzelne Orte mit Foto, Text und Kontakt
Soll über die Suche gefunden werden
Redaktionell betreut, überschaubare Anzahl
Flächendeckende Fachkarte
Viele Sachdaten, laufend aus einem Fachverfahren
Soll auch außerhalb Ihres Portals nutzbar sein

Redaktionelle Inhalte wie Einrichtungen, Freizeitangebote oder Wanderwege pflegen Sie weiterhin in touvia.geoCMS, mit Foto, Beschreibung und Kontaktangaben. Ihre Fachdaten aus dem GIS laden Sie in touvia.geoSTACK, wo sie unverändert und mit allen Sachdaten erhalten bleiben.

Kurz gefasst: Ihr GIS pflegt die Daten. touvia.geoSTACK bringt sie ins Web. Ihr Portal macht daraus ein Angebot für Ihre Bürgerinnen und Bürger.

Ein Datenbestand, viele Abnehmer

touvia.geoSTACK liefert nicht nur Ihr Kartenportal. Weil alles auf offenen Standards beruht, nutzen Sie dieselbe Ebene überall dort, wo Sie sie brauchen:

  • in touvia.MAPS und im touvia.MASTERPORTAL
  • in QGIS, ArcGIS und anderen Desktop-Programmen
  • in eigenen Fachanwendungen und Fachverfahren
  • als Zulieferung an das Geoportal Ihres Landes
  • als Open-Data-Angebot Ihrer Verwaltung
  • in Portalen benachbarter Kommunen und Verbände

Sie pflegen den Bestand an einer Stelle, und alle Abnehmer sehen denselben aktuellen Stand. Beim nächsten Upload aktualisiert sich der Dienst automatisch mit.

So läuft es ab

  1. Geodatei hochladen, per Browser, ohne Zusatzsoftware.
  2. Der Import läuft automatisch. Sie sehen im Protokoll, was aus jeder Datei geworden ist, in verständlichem Deutsch.
  3. Bei Bedarf die Daten im Browser prüfen, korrigieren oder auswerten.
  4. Ebene freigeben. Die fertige Dienst-Adresse steht sofort bereit.

Alle Formate werden beim Import in das für Ihr Bundesland passende amtliche Koordinatensystem umgerechnet (ETRS89 / UTM, meist EPSG:25832). Für Daten mit Sachattributen empfehlen wir GeoPackage, GeoJSON oder Shapefile. Das KML-Format sieht von sich aus nur Name und Beschreibung vor und kann weitere Attribute nicht transportieren.

Rasterdaten werden beim Import aufbereitet

Bilddaten aus Behördenlieferungen sind in der Regel nicht für die Web-Auslieferung vorbereitet. Ohne interne Kachelung und Übersichtsstufen muss beim Zoomen jeweils ein großer Teil des Bildes gelesen werden – mit Wartezeiten oder Zeitüberschreitungen als Folge.

touvia.geoSTACK wandelt jedes Bild beim Import in ein Cloud Optimized GeoTIFF: intern gekachelt, mit Übersichtspyramide, standardmäßig verlustfrei komprimiert. Nodata-Bereiche werden in einen Alphakanal überführt, damit sich mehrere Bildkacheln überlagern lassen.

Das Kachelgitter entspricht in Ursprung und Maßstabsfolge dem amtlichen Satz EU_EPSG_25832_TOPPLUS des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie. Eigene Ebenen und amtliche Hintergrundkarten liegen damit deckungsgleich übereinander.

Übernahme aus Esri-Beständen

Beim Wechsel von ArcGIS auf offene Software ist die Datenübernahme der kritische Punkt. touvia.geoSTACK liest File-Geodatabases direkt: Der .gdb-Ordner wird als ZIP hochgeladen, aus jeder enthaltenen Ebene entsteht eine Kartenebene.

Anders als bei einem Shapefile-Export bleiben Feldnamen in voller Länge und die Datentypen erhalten – Datums- und Zahlenfelder liegen also auch nach dem Import als solche vor, nicht als Text.

Ihre eigene Subdomain, getrennt von allen anderen

Jeder touvia.geoSTACK läuft in einer eigenen, isolierten Umgebung. Keine gemeinsame Infrastruktur mit anderen Kunden, keine gemeinsame Datenbank. So sieht das für eine Musterstadt aus:

Adresse Zweck
musterstadt.geostack.touvia.de Ihre Übersichtsseite: Import-Protokoll, Kartenvorschau, Dienst-Adressen
geoserver.musterstadt.geostack.touvia.de Kartendienste verwalten und veröffentlichen
files.musterstadt.geostack.touvia.de Datei-Upload mit automatischem Import
db.musterstadt.geostack.touvia.de Zugriff auf Ihre Geodatenbank im Browser
dokumente.musterstadt.geostack.touvia.de Abrufadresse der Dokumente
raster.musterstadt.geostack.touvia.de Direktzugriff auf freigegebene Rasterdaten

Alle Adressen sind von Beginn an per HTTPS verschlüsselt, mit automatisch erneuertem Zertifikat. Die Datenbank selbst ist aus dem Internet nicht direkt erreichbar.

Komponenten

Baustein Funktion
GeoServer stellt die Ebenen als WMS, WFS, WMTS und WCS bereit; Darstellungsregeln in SLD oder in der CSS-Schreibweise der GeoServer-CSS-Erweiterung
PostgreSQL/PostGIS Datenhaltung, per SQL im Browser erreichbar
Automatischer Import erkennt das Format, projiziert um, legt Vektordaten als Tabelle und Rasterdaten als aufbereitetes Bild ab und protokolliert jeden Vorgang nachvollziehbar
CloudBeaver und Filebrowser Datenbank- und Dateizugriff im Browser, ohne lokale Installation

Die Darstellung einer Ebene legen Sie in GeoServer fest – klassisch als SLD oder in der CSS-ähnlichen Schreibweise der GeoServer-CSS-Erweiterung, die vorinstalliert ist. Vorhandene SLD-Dateien aus Ihrem bisherigen System können Sie übernehmen.

Auf Wunsch übernehmen wir die kartografische Ausarbeitung – Signaturen, maßstabsabhängige Sichtbarkeit, Beschriftung – als Dienstleistung.

Alle eingesetzten Komponenten sind etablierte Open-Source-Software. Es gibt keine proprietären Formate und keine Herstellerbindung.

Was wir übernehmen und was bei Ihnen bleibt

Server-Betrieb und Hosting in Deutschland vianovis
Verschlüsselung und eigene Subdomain vianovis
Sicherheitsupdates und Monitoring vianovis, je nach Servicestufe
Tägliche Backups vianovis
Inhalt, Aktualität und Rechtmäßigkeit Ihrer Geodaten Ihre Verantwortung

Wir stellen die Infrastruktur bereit und betreiben sie zuverlässig und sicherheitsgepatcht. Für die eingespielten Daten selbst sind Sie verantwortlich. Diese klare Trennung schafft Transparenz auf beiden Seiten.

Für wen

Kommunen, Landkreise, Zweckverbände, Regionalverbände und Unternehmen mit eigenem GIS, die

  • ihre Fachdaten in ein Kartenportal einspeisen möchten, ohne selbst Server zu betreiben,
  • Daten über offene Standards bereitstellen wollen, für Open Data oder für die Zulieferung an übergeordnete Portale,
  • keine IT-Kapazität für Betrieb, Absicherung und Pflege eines Kartendienst-Servers haben.

Ihre Daten bleiben Ihre Daten

Es kommt keine proprietäre Speicherung zum Einsatz: Die Sachdaten liegen in PostGIS, die Bilder als GeoTIFF, die Dienste folgen den OGC-Standards. Sie erhalten jederzeit einen vollständigen Datenbankauszug und alle Dateien; beides läuft auf jedem anderen Server weiter. Ein Wechsel ist damit eine Frage des Aufwands, nicht der technischen Möglichkeit.

Auf einen Blick

  • Ihre eigene, abgeschottete Umgebung unter eigener Subdomain
  • Offene OGC-Standards, keine Herstellerbindung
  • Automatischer Import gängiger Geodatenformate
  • Dokumente werden mit Ihren Geodaten verknüpft und anklickbar
  • Sie entscheiden für jede Ebene, ob sie veröffentlicht wird
  • Datenbankzugriff im Browser, ohne zusätzliche Software
  • Betrieb, Backups und Updates von uns, mit Servicestufe nach Bedarf
  • Passt zu touvia.MAPS und zum touvia.MASTERPORTAL, funktioniert aber auch für sich allein

Wir erstellen Ihnen auf Anfrage gerne ein unverbindliches Angebot, in einem ca. 30-minütigen Online-Meeting stellen wir Ihnen auf Wunsch unseren touvia.geoSTACK auch gerne persönlich vor.